Genter Altar, Jan van Eyck Foto: gemeinfreies Werk
Genter Altar, Jan van Eyck Foto: gemeinfreies Werk

Augen auf  für den flämischen Maler Jan van Eyck, der die Malerei im Mittelalter durch seine detailgenau Darstellung und die Technik der Ölmalerei revolutionierte: Die Stadt Gent feiert ihn das ganze Jahr 2020 lang. Auftakt ist die Werkschau „optische Revolution“ im Genter Museum für schöne Künste (bis 30. April). 23 Werke von Jan van Eyck (1390 bis 1441) sind erhalten. Hier kann man viele von ihnen bewundern, darunter  acht Tafeln des Genter Altars.

Seine liebevoll realistischen Darstellungen sind sein Markenzeichen: Jan van Eyck malte Details haarklein, und das im wahrsten Sinne des Wortes: die Bartstoppeln im Gesicht der Männer, wehende feinste Haare in den Frisuren der dargestellten Frauen. Greifbar werden die Stoffe der Gewänder, genau lassen sich Edelsteine und Fassungen im Schmuck bestimmen. Stellt er die Verkündigung des Engels dar, wird die Szene in einen flämischen Raum verlegt, im Hintergrund sind durch das Fenster mittelalterliche Häuser zu sehen. Die Musikinstrumente der himmlischen Engelscharen sind Fidel und Harfe, beliebte Musikinstrumente des Mittelalters.

Bei der Darstellung der Natur achtet van Eyck auf jeden Grashalm. Lilien, Rosen und Maiglöckchen zeigen sich, sie stehen für christliche Symbole.

Das wohl bekannteste Werk van Eycks ist der Genter Altar, der für die Kathedrale St. Bavo geschaffen wurde. Acht seiner Tafeln wurden lange Zeit in sorgfältiger Kleinarbeit restauriert. Das konnte man vorher sogar direkt mitverfolgen im Genter Museum der Schönen Künste. Nun haben die Altartafeln ihren Auftritt in der Ausstellung. Danach, ab Juni, ist der Genter Altar wieder komplett in St. Bavo zu sehen.

Eine Reise nach Gent lohnt sich unbedingt. Am besten mit dem Zug anreisen, Autos mit ausländischem Kennzeichen dürfen nicht ohne weiteres durch die Stadt fahren.

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Tickets buchen, am besten im Vorverkauf zu 25,00 €:

 

 

Gent lädt ein zur Optischen Revolution und Werkschau von Jan van Eyck – bis 30. April 2020 im Museum der Schönen Künste